Behandlungen
Perkutane Hydrotomie
Eine minimalinvasive Behandlung bei Arthrose, anhaltenden Beschwerden des Bewegungsapparates und Geweberegeneration.

Die perkutane Hydrotomie wird seit mehreren Jahrzehnten klinisch bei Arthrose, anhaltenden Gelenk- und Sehnenbeschwerden, chronischen Rückenschmerzen, Bandscheibenbeschwerden und weiteren Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.
Die klinische Erfahrung umfasst deutliche Verbesserungen von Schmerz, Beweglichkeit und Funktion. Bei einzelnen degenerativen Erkrankungen wurden zudem strukturelle Veränderungen beobachtet und beschrieben.
Die Behandlung erfolgt über zahlreiche sehr feine, oberflächliche intradermale oder subkutane Injektionen. Sterile physiologische Kochsalzlösung bildet lokal ein Hydrotomiepolster und dient je nach Behandlungsprotokoll zugleich als Träger für ausgewählte therapeutische Substanzen.
Diese Verbindung von lokaler Hydratation, gezielter Verabreichung und mikronutritiver sowie regenerativer Unterstützung bildet die Grundlage der Methode.
Bei degenerativen Bandscheibenbeschwerden kann es zum Therapieziel gehören, das lokale Gewebemilieu zu verbessern sowie Rehydration und Regeneration der Bandscheibe zu unterstützen.
Die Nadeln selbst bleiben oberflächlich. Das unterscheidet sich von einer Injektion, bei der eine Nadel direkt in ein Gelenk oder eine andere tiefer liegende Struktur eingeführt wird.
Im Centre Algos ist die perkutane Hydrotomie Teil eines individuellen Behandlungsplans, der an die Patientin oder den Patienten, das behandelte Beschwerdebild und die Therapieziele angepasst wird.

Was ist die perkutane Hydrotomie?
Die perkutane Hydrotomie ist eine lokale Injektionstechnik, die eine lokale Hydratation des Gewebes mit der gezielten Verabreichung ausgewählter therapeutischer Substanzen verbindet.
Konkret wird mit sehr feinen Nadeln sterile physiologische Kochsalzlösung in die Haut oder direkt unter die Haut des behandelten Bereichs eingebracht. Die Lösung bildet dort ein kleines lokales Flüssigkeitsdepot, das Hydrotomiepolster.
Die Methode beruht auf drei sich ergänzenden Prinzipien: lokale Hydratation, gezielte lokale Verabreichung sowie Mikronutrition und regenerative Unterstützung.
Sie entwickelte sich an der Schnittstelle verschiedener Verfahren, darunter Mesotherapie und subkutane Infusion.
Unser einführender Beitrag Was ist die Perkutane Hydrotomie? stellt die Methode, den Ablauf und die Anwendungsgebiete vor.
Lokale Hydratation
Sterile physiologische Kochsalzlösung wird durch sehr feine, oberflächliche Injektionen in die Haut oder direkt unter die Haut eingebracht. Dabei entsteht lokal ein kleines Flüssigkeitsdepot, das Hydrotomiepolster.
In der Hydrotomie spricht man von extrazellulärer Hydratation. Der Begriff extrazellulär bezeichnet einfach das Umfeld ausserhalb und rund um unsere Zellen.
Dieses lokale Umfeld zu befeuchten, ist ein zentraler Bestandteil des Hydrotomiekonzepts. Die Kochsalzlösung dient also nicht nur als Träger für eine andere therapeutische Substanz.
Gezielte lokale Verabreichung
Die physiologische Kochsalzlösung kann zusätzlich ausgewählte therapeutische Substanzen in den behandelten Bereich transportieren.
Je nach Therapieziel sind dies beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren oder andere ausgewählte therapeutische Wirkstoffe.
Sie werden über das Hydrotomiepolster lokal und in starker Verdünnung verabreicht. Dieser lokale Ansatz unterscheidet sich von der Einnahme eines Präparats über den Mund oder einer Behandlung, die den ganzen Körper betrifft.
Mikronutrition und regenerativer Ansatz
Die Hydrotomie verbindet die lokale Hydratation mit ausgewählten Mikronährstoffen und therapeutischen Substanzen, die das zelluläre und extrazelluläre Umfeld des behandelten Gewebes unterstützen sollen.
Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und weitere therapeutische Wirkstoffe, die nach Protokoll und klinischem Ziel ausgewählt werden.
Diese regenerative Dimension ist besonders bei chronischen und degenerativen Beschwerden des Bewegungsapparates von Bedeutung, wo das Therapieziel über die Symptomlinderung hinausgehen und die Erhaltung, Reparatur und Erholung des Gewebes unterstützen kann.
Strukturelle Verbesserungen wurden bei einzelnen degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen beobachtet und beschrieben, unter anderem in Verlaufsbildgebungen.
Bei degenerativen Bandscheibenbeschwerden gehört die Bandscheibendehydrierung zum Krankheitsgeschehen. In der Praxis der perkutanen Hydrotomie kann es daher zum Therapieziel gehören, das lokale Gewebemilieu hinsichtlich Hydration und biologischer Bedingungen zu verbessern sowie Rehydration und Regeneration der Bandscheibe zu unterstützen.
Warum wird die perkutane Hydrotomie eingesetzt?
Die perkutane Hydrotomie wird bei Arthrose, chronischen Gelenk- und Sehnenbeschwerden, Rückenschmerzen und weiteren anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.
Die Behandlung ist als lokoregionaler Ansatz konzipiert. Sie verbindet eine oberflächliche lokale Hydratation mit der gezielten Verabreichung ausgewählter therapeutischer Substanzen in das Gewebe rund um den behandelten Bereich.
Die klinischen Ziele sind konkret und auf den Patienten ausgerichtet: Schmerzen verringern, Beweglichkeit und Funktion verbessern, die Belastbarkeit steigern und die Erholung des betroffenen Gewebes unterstützen.
Bei degenerativen Erkrankungen kann das therapeutische Ziel über eine reine Symptomlinderung hinausgehen und darauf abzielen, Reparatur, Erholung und biologischen Zustand der betroffenen Gewebe zu unterstützen.
Strukturelle Verbesserungen wurden bei einzelnen degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen klinisch und radiologisch beobachtet und beschrieben.
Bei degenerativen Bandscheibenbeschwerden kann die perkutane Hydrotomie darauf abzielen, das lokale Gewebemilieu hinsichtlich Hydration und biologischer Bedingungen zu verbessern sowie Rehydration und Regeneration der Bandscheibe zu unterstützen, begleitet von Verbesserungen bei Schmerz, Beweglichkeit und Funktion.
Mehr über die perkutane Hydrotomie erfahren
Diese Präsentation der Internationalen Vereinigung für Perkutane Hydrotomie bietet weitere Informationen zu den Grundlagen und zur Entwicklung der Methode.
Vorstellung der Technik durch die Internationale Gesellschaft für Perkutane Hydrotomie (AIHP)
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Videozusammenfassung
Zusammenfassung des Videos: Es stellt die perkutane Hydrotomie vor, ein von Dr. Guez entwickeltes Verfahren. Beschrieben werden Mikroinjektionen steriler physiologischer Kochsalzlösung und ausgewählter Substanzen in die Haut oder direkt darunter, die vor Ort ein kleines Flüssigkeitsdepot bilden. Als Anwendungsgebiete nennt das Video die lokale Hydratation des Gewebes und die Begleitung von Gelenk-, Nacken-, Rücken- und Sehnenschmerzen. Die Injektionen erfolgen mit sehr feinen Nadeln und die Technik ist wenig invasiv. Im Centre Algos setzen wir die perkutane Hydrotomie bei ausgewählten muskuloskelettalen, regionalen und nervenbedingten Schmerzbildern ein; massgebend ist die Positionierung im Text dieser Seite.
Jahrzehnte klinischer Erfahrung
Die perkutane Hydrotomie wurde von Dr. Bernard Guez entwickelt und wird seit mehreren Jahrzehnten klinisch eingesetzt.
In dieser Zeit haben Ärztinnen, Ärzte und weitere ausgebildete Behandelnde, die die Methode anwenden, umfangreiche klinische Erfahrung bei Arthrose, chronischen Gelenk- und Sehnenbeschwerden, Wirbelsäulenschmerzen und weiteren anhaltenden Beschwerden des Bewegungsapparates gesammelt.
Die Hydrotomie wurde zudem in universitären Arbeiten, klinischen Serien, Kongressbeiträgen und in der Erfahrung der Behandelnden dokumentiert, unter anderem zu Kniearthrose, chronischen Kreuzschmerzen und zur Mesoperfusion in starker Verdünnung.
In dieser klinischen Erfahrung wurden wiederholt Verbesserungen von Schmerz, Beweglichkeit und Funktion beobachtet. Bei einzelnen degenerativen Erkrankungen wurden zudem strukturelle Veränderungen und Bildgebungsbefunde beschrieben, was das anhaltende klinische Interesse an der regenerativen Dimension der Methode mitträgt.
Auch im Centre Algos erleben Patientinnen und Patienten nach der Behandlung deutliche Verbesserungen von Schmerz, Bewegung und Alltagsfunktion.
Welche Ergebnisse wurden beobachtet?
Die klinische Erfahrung mit der perkutanen Hydrotomie umfasst deutliche Verbesserungen von Schmerz, Beweglichkeit und Funktion bei verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparates.
Im Centre Algos sehen wir diese Verbesserungen in der Praxis, besonders bei Patientinnen und Patienten, die wegen Arthrose, anhaltender Gelenk- und Sehnenbeschwerden sowie bestimmter chronischer Rücken- und bandscheibenbedingter Beschwerden behandelt werden.
Am meisten zählen oft die praktischen Veränderungen:
- weniger Schmerzen bei alltäglichen Bewegungen
- besseres Gehen und mehr Beweglichkeit
- höhere Belastbarkeit im Alltag
- bessere Gelenk- oder Wirbelsäulenfunktion
- mehr Möglichkeiten für körperliche Aktivität
- Rückkehr zu Aktivitäten, die wegen der Schmerzen schwierig geworden waren
- geringere funktionelle Einschränkung
Bei degenerativen Gelenkerkrankungen, unter anderem bei Kniearthrose, wurden zudem strukturelle und knorpelbezogene Verbesserungen klinisch und in der Verlaufsbildgebung beschrieben oder beobachtet; wir führen dies im Beitrag zur perkutanen Hydrotomie bei Kniearthrose aus.
Bei chronischen Rücken- und Bandscheibenbeschwerden umfasst die klinische Erfahrung deutliche Verbesserungen von Schmerz, Beweglichkeit und Funktion. Rehydration und Regeneration der Bandscheibe können zum Therapieziel gehören, und strukturelle Veränderungen wurden ebenfalls klinisch und radiologisch beobachtet und beschrieben. Mehr dazu im Beitrag Rückenschmerzen ohne Operation.
Diese strukturellen Beobachtungen sind klinisch bedeutsam, weil sie zeigen, dass eine Verbesserung nicht zwingend nur als vorübergehende Symptomlinderung zu verstehen ist.
Das Ansprechen auf die Behandlung wird im gesamten Verlauf beurteilt. Wir berücksichtigen Schmerz, Bewegung, Funktion, Belastbarkeit und die Rückkehr in den Alltag. Wo klinisch sinnvoll, fliesst auch vorhandene oder ergänzende Bildgebung in die Gesamtbeurteilung ein.
Was zeigt die wissenschaftliche Evidenz?
Die perkutane Hydrotomie wird seit mehreren Jahrzehnten klinisch eingesetzt. Bei muskuloskelettalen und degenerativen Erkrankungen wurden Verbesserungen von Schmerzen, Beweglichkeit und Funktion beschrieben.
Die Evidenz zur perkutanen Hydrotomie umfasst mehrere Ebenen: hydrotomiespezifische klinische und universitäre Arbeiten, prospektive Forschung zu Mesotherapie in starker Verdünnung und zur Mesoperfusion sowie eine breitere peer-reviewte Literatur zur lokoregionalen Mesotherapie an Wirbelsäule und Bewegungsapparat.
Diese Evidenzebenen sind zu unterscheiden, zusammen liefern sie jedoch mehr Informationen als die klinische Erfahrung allein.
Chronische Rückenschmerzen: die multizentrische Mesoperfusionsstudie von 2022
Eine der klinisch relevantesten Untersuchungen wurde 2022 von Dr. Myriam Semani im Rahmen des universitären Diploms für Mesotherapie an der Pitié-Salpêtrière / Paris VI abgeschlossen.
Diese prospektive multizentrische Studie untersuchte die Mesotherapie in starker Verdünnung mittels Mesoperfusion bei 47 Patientinnen und Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen, mit oder ohne begleitende Ischialgie. Die Beschwerden bestanden im Mittel seit rund 29 Monaten.
Viele Teilnehmende waren bereits vorbehandelt: 92 Prozent hatten Physiotherapie erhalten, 40 Prozent Infiltrationen, einzelne waren zuvor operiert worden.
Die mittleren Schmerzwerte lagen bei 7,8/10 zu Beginn, 3,6/10 an Tag 30, 2,1/10 an Tag 60 und 1,1/10 bei jenen Teilnehmenden, für die Daten an Tag 90 vorlagen.
Die Studie berichtete bei 96 Prozent der eingeschlossenen Patientinnen und Patienten eine Verbesserung des individuellen Schmerzwerts. Dies ist nicht als allgemeine Erfolgsquote von 96 Prozent zu verstehen. Auch die funktionelle Beeinträchtigung besserte sich deutlich: Der mediane Quebec-Funktionswert sank von 50 zu Beginn auf 14 bei der letzten Beurteilung, und der Schmerzmittelverbrauch nahm im Verlauf ab.
Die Studie war prospektiv und multizentrisch, verfügte jedoch über keine randomisierte Kontrollgruppe. Die späteren Verlaufsdaten wurden zunehmend unvollständig, sodass der Wert an Tag 90 nur für jene Teilnehmenden gilt, für die zu diesem Zeitpunkt Daten vorlagen.
Die Studie verwendete ein eng verwandtes Grossverdünnungs-Mesoperfusionsverfahren mit physiologischer Kochsalzlösung und oberflächlicher lokoregionaler Verabreichung. Dadurch ist sie besonders relevant für die Hydrations- und Grossverdünnungsprinzipien der perkutanen Hydrotomie.
Auch mit diesen Einschränkungen ist das Ausmass der Verbesserung von Schmerz und Funktion klinisch bedeutsam und spricht für weitere Forschung zu Mesoperfusion in starker Verdünnung und zu hydrotomienahen Ansätzen.
Breitere Forschung zur spinalen Mesotherapie
Eine Studie aus dem Jahr 2024 untersuchte die spinale Mesotherapie bei 130 Patientinnen und Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen. Die behandelten Gruppen zeigten signifikante Verbesserungen von Schmerz und Beeinträchtigung, die im Verlauf anhielten. Unerwünschte Wirkungen wurden in der Studie nicht berichtet.
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 wertete anschliessend neun Studien mit mehr als 800 Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzsyndromen aus. Über die eingeschlossenen Studien hinweg zeigte die spinale Mesotherapie einen konsistenten positiven Effekt auf Schmerz und Funktion, und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden in den ausgewerteten Studien nicht berichtet.
Diese Studien verwendeten nicht durchgehend dieselbe Technik, dieselben Substanzen, dieselbe Verdünnung oder dasselbe Protokoll wie die perkutane Hydrotomie. Sie sind daher nicht als direkte Studien zu jedem Hydrotomieprotokoll zu verstehen. Wissenschaftlich relevant sind sie dennoch, weil sie zeigen, dass die breitere Familie lokoregionaler Mesotherapieverfahren über eine wachsende klinische Evidenzbasis verfügt.
Kniearthrose
Hydrotomiespezifische klinische und universitäre Arbeiten haben auch die Kniearthrose untersucht, und die breitere Mesotherapieliteratur umfasst randomisierte kontrollierte Forschung bei Arthrose und muskuloskelettalen Schmerzen. Behandlung, berichtete Ergebnisse, strukturelle Beobachtungen und Evidenz beschreiben wir ausführlich im Beitrag zur perkutanen Hydrotomie bei Kniearthrose: Behandlung, Ergebnisse und Evidenz.
Wie sollten diese Daten interpretiert werden?
Die Daten stammen nicht alle aus identischen Behandlungsprotokollen. Die Arbeit von Semani ist besonders relevant für die Tradition der Mesoperfusion in starker Verdünnung, die eng mit der perkutanen Hydrotomie verbunden ist. Die breitere Literatur zur spinalen und muskuloskelettalen Mesotherapie stützt die weiter gefasste lokoregionale Behandlungsfamilie.
Zusammen mit mehreren Jahrzehnten hydrotomiespezifischer klinischer Erfahrung sowie den berichteten klinischen und strukturellen Beobachtungen bilden diese Studien eine wachsende klinische Evidenzbasis für die Methode und den breiteren lokoregionalen Behandlungsansatz.
Grössere kontrollierte Studien, insbesondere mit standardisierten bildgebenden Endpunkten, können Ausmass, Häufigkeit und Dauer regenerativer struktureller Veränderungen künftig noch genauer bestimmen.
Quelle: Myriam Semani. Intérêt des grandes dilutions en mésothérapie dans la prise en charge des lombalgies chroniques. Technique de mésoperfusion. DIU de Mésothérapie, Pitié-Salpêtrière / Paris VI, 2022.
Zur hydrotomiespezifischen klinischen Erfahrung gehören zudem strukturelle und radiologische Beobachtungen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen.
Für eine vertiefte Einordnung der klinischen Ergebnisse, Sicherheit, wissenschaftlichen Studien und regenerativen Beobachtungen lesen Sie unseren Beitrag Perkutane Hydrotomie: Wirkung, Sicherheit und wissenschaftliche Evidenz.
Wann wird die perkutane Hydrotomie eingesetzt?
Die perkutane Hydrotomie wird bei verschiedenen chronischen, wiederkehrenden und degenerativen Beschwerden der Gelenke, Sehnen, des Rückens und anderer Bereiche des Bewegungsapparates eingesetzt.
Sie wird unter anderem bei folgenden Beschwerden eingesetzt:
- Arthrose, unter anderem an den Knien und Händen
- anhaltende oder wiederkehrende Sehnenbeschwerden (Tendinopathien)
- Tennisarm, eine häufige Form von Sehnenbeschwerden
- Kalktendinopathien, bei denen sich Kalk in einer Sehne ablagert
- sportbedingte oder durch wiederholte Belastung entstandene Beschwerden der Sehnen und des Bewegungsapparates
- chronische Rückenschmerzen und Kreuzschmerzen
- degenerative Bandscheibenveränderungen und Bandscheibendehydrierung
- bestimmte Bandscheibenprotrusionen oder Bandscheibenvorfälle
- bestimmte Formen von Ischias oder radikulären Schmerzen, sofern dies klinisch angemessen ist
- Nacken- und Halswirbelsäulenbeschwerden
- weitere chronische oder wiederkehrende Beschwerden des Bewegungsapparates
Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zu Arthrose, Rückenschmerzen und Sehnenbeschwerden.
Rückenschmerzen und Bandscheibenbeschwerden: Bei der Bandscheibendegeneration kommt es zu Veränderungen der extrazellulären Matrix, einem Verlust an Hydration und Veränderungen des lokalen Gewebemilieus.
In der Praxis der perkutanen Hydrotomie kann die Behandlung deshalb darauf abzielen, das lokale Gewebemilieu hinsichtlich Hydration und biologischer Bedingungen zu verbessern sowie Rehydration und Regeneration der Bandscheibe zu unterstützen.
Die klinische Erfahrung umfasst deutliche Verbesserungen von Schmerz, Beweglichkeit und Funktion. Strukturelle Veränderungen wurden zudem klinisch und radiologisch beobachtet und beschrieben.
Diese Beobachtungen sind ermutigend und klinisch relevant. Grössere kontrollierte Bildgebungsstudien können klären, wie häufig strukturelle Veränderungen auftreten, und sie genauer quantifizieren.
Mehr dazu im Beitrag Rückenschmerzen ohne Operation: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Im Centre Algos betrachten wir zuerst das Beschwerdebild in seinem Zusammenhang: wo die Schmerzen oder Einschränkungen auftreten, wie sie entstanden sind, wie lange sie bestehen, welche Untersuchungen bereits erfolgt sind und welche Behandlungen bereits versucht wurden.
Anschliessend legen wir gemeinsam mit dem Patienten fest, wie die perkutane Hydrotomie und weitere relevante Behandlungen in den individuellen Behandlungsplan passen.
Warum eine Kniearthrose schmerzhaft wird, erfahren Sie zudem in einem eigenen Beitrag in unserem Wissenszentrum.
Wie unterscheidet sich die perkutane Hydrotomie von einer klassischen Infiltration?
Die perkutane Hydrotomie unterscheidet sich von einer klassischen Infiltration sowohl in der Art der Verabreichung als auch im therapeutischen Konzept.
Bei der perkutanen Hydrotomie werden sehr feine Nadeln oberflächlich eingesetzt, in der Haut oder direkt darunter, rund um den zu behandelnden Bereich. Die Kochsalzlösung bildet das lokale Hydrotomiepolster und transportiert je nach Behandlungsplan ausgewählte therapeutische Substanzen in starker Verdünnung.
Bei einer klassischen Infiltration wird in der Regel ein stärker konzentriertes Medikament, beispielsweise ein Kortikosteroid, in eine bestimmte Struktur oder deren Umgebung verabreicht. Im Vordergrund steht dabei die pharmakologische Wirkung dieses Medikaments.
Beide Verfahren nutzen somit unterschiedliche Techniken und verfolgen unterschiedliche therapeutische Ziele.
Hydrotomie bedeutet nicht, dass eine grosse Nadel direkt in ein Gelenk eingeführt wird. Die oberflächliche intradermale und subkutane Technik, die lokale Hydratation mit dem Hydrotomiepolster, die starke Verdünnung und die gezielte Verabreichung bilden ein eigenständiges, breiter angelegtes therapeutisches Konzept.
Wie läuft eine Behandlung mit perkutaner Hydrotomie ab?
Bei einer Behandlung mit perkutaner Hydrotomie werden mit sehr feinen Nadeln oberflächliche Injektionen in die Haut oder direkt unter die Haut des behandelten Bereichs gesetzt.
Über diese Injektionen wird sterile physiologische Kochsalzlösung eingebracht, die das lokale Hydrotomiepolster bildet. Je nach Behandlungsplan werden auf diesem lokalen Weg auch ausgewählte therapeutische Substanzen verabreicht.
Die Nadeln bleiben oberflächlich: Sie werden in die Haut oder direkt darunter gesetzt und nicht tief in einen Muskel, eine Bandscheibe oder ein Gelenk eingeführt.
Die genaue Technik richtet sich nach der behandelten Region, dem Beschwerdebild und dem Therapieziel. Eingesetzt werden direkte Injektionen und die Mesoperfusion, bei der die Lösung schrittweise über mehrere oberflächliche Punkte verabreicht wird.
Die Behandlung erfolgt mit sterilen Produkten und Einwegmaterial unter strengen hygienischen und aseptischen Bedingungen.
Ist die perkutane Hydrotomie schmerzhaft?
Die perkutane Hydrotomie wird im Allgemeinen gut vertragen, die oberflächlichen Injektionen können jedoch vorübergehend unangenehm sein.
Wie die Behandlung empfunden wird, hängt von der behandelten Region, der verwendeten Technik, der verabreichten Menge an Lösung und der individuellen Empfindlichkeit ab.
Es werden sehr feine Nadeln verwendet und die Durchführung wird so angepasst, dass die Behandlung möglichst angenehm ist.
Der behandelte Bereich kann nach einer Sitzung vorübergehend empfindlich sein.
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Es gibt keine feste Anzahl von Hydrotomie-Behandlungen, die für jeden Patienten gleichermassen geeignet ist.
Anzahl und Häufigkeit der Behandlungen hängen vom Beschwerdebild, seiner Dauer und Ausprägung, bereits durchgeführten Therapien sowie von der individuellen Reaktion des Patienten ab.
Bei manchen Beschwerden ist eine Behandlungsserie sinnvoller als eine einzelne Sitzung. Der Verlauf wird während der Therapie beurteilt, sodass die Behandlung fortgesetzt oder angepasst werden kann. Die Preise der Behandlungen finden Sie auf der entsprechenden Seite.
Der Behandlungsplan wird daher individuell aufgebaut und nicht nach einem festen Schema.
Ist die perkutane Hydrotomie sicher?
Die perkutane Hydrotomie wird im Allgemeinen gut vertragen, auch von vielen Menschen, die anfangs etwas Bedenken wegen der Nadeln haben.
Bei der Behandlung werden sehr feine, oberflächliche Nadeln verwendet, die in die Haut oder direkt unter die Haut gesetzt werden. Sie werden nicht tief in ein Gelenk, einen Muskel oder eine Bandscheibe eingeführt.
Im Centre Algos wird die Behandlung unter strengen hygienischen und aseptischen Bedingungen mit sterilen Produkten und Einwegmaterial durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit gilt den verwendeten Substanzen, ihrer Verdünnung und Verträglichkeit sowie der Injektionstechnik.
Vor der Behandlung berücksichtigen wir relevante Vorerkrankungen, aktuelle Medikamente, Allergien und mögliche Kontraindikationen.
Vorübergehende lokale Reaktionen können auftreten, zum Beispiel eine Empfindlichkeit an einer Einstichstelle oder ein kleiner Bluterguss. Schwerwiegendere Komplikationen sind selten, wenn die notwendigen Vorsichtsmassnahmen und aseptischen Bedingungen eingehalten werden.
Ein individueller Ansatz im Centre Algos
Im Centre Algos wird die perkutane Hydrotomie in einen individuellen Behandlungsplan eingebunden, der auf den Beschwerden, der Diagnose, der Funktion, den bisherigen Behandlungen und den Therapiezielen der Patientin oder des Patienten beruht.
Wir betrachten das klinische Bild als Ganzes, einschliesslich vorhandener Untersuchungen und Bildgebung, des Ansprechens auf frühere Behandlungen und relevanter medizinischer Faktoren.
Anschliessend legen wir die Behandlungsstrategie gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten fest: die zu behandelnden Bereiche, das Hydrotomieprotokoll, die verwendeten Substanzen sowie Anzahl und Rhythmus der Sitzungen.
Die perkutane Hydrotomie kann als gezielte Behandlung eingesetzt oder mit weiteren Ansätzen kombiniert werden, wenn dies die Erholung und die funktionellen Ziele der Patientin oder des Patienten unterstützt.
Könnte die perkutane Hydrotomie für Sie geeignet sein?
Wenn Sie mit Arthrose, anhaltenden Gelenk- oder Sehnenschmerzen, chronischen Rückenschmerzen oder einer anderen wiederkehrenden Beschwerde des Bewegungsapparates leben, können wir in einer Konsultation im Centre Algos Ihre Beschwerden, bisherigen Untersuchungen und Behandlungen prüfen und festlegen, wie die perkutane Hydrotomie in Ihren Behandlungsplan passt.
Anschliessend besprechen wir das Vorgehen mit Ihnen und entwickeln den Behandlungsplan gemeinsam.
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