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Grundlagen

Perkutane Hydrotomie bei Kniearthrose: Behandlung, Ergebnisse und Evidenz

Wie wird die perkutane Hydrotomie bei Kniearthrose eingesetzt? Jahrzehnte klinischer Erfahrung, beobachtete Ergebnisse bei Schmerz und Funktion, Beobachtungen zu Knorpel und Struktur sowie die aktuelle wissenschaftliche Datenlage.

Von Veröffentlicht am 4. September 202612 Min. Lesezeit

Erwachsene Person geht bei Kniearthrose im Freien spazieren

Die perkutane Hydrotomie wird seit mehreren Jahrzehnten klinisch bei Arthrose und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt. Anwenderinnen und Anwender der Methode berichten über deutliche Verbesserungen von Schmerzen, Beweglichkeit und Funktion, und bei einzelnen Patienten wurden in Verlaufskontrollen auch strukturelle Veränderungen beobachtet oder berichtet.

Im Centre Algos setzen wir die perkutane Hydrotomie als Teil unseres Vorgehens bei Kniearthrose ein. Unsere klinische Erfahrung deckt sich mit der breiteren Erfahrung der Behandelnden: Wir beobachten bei unseren Patientinnen und Patienten sehr gute Ergebnisse bei Schmerzen, Beweglichkeit, Funktion und bei der Rückkehr zu Aktivitäten, die wegen der Kniebeschwerden schwierig geworden waren.

Die Kniearthrose betrifft das gesamte Gelenk, und keine Behandlung sollte isoliert betrachtet werden. Die Hydrotomie kann deshalb mit Bewegung, Aufklärung, Belastungssteuerung, Gewichtsmanagement wenn relevant und angemessener medizinischer Behandlung kombiniert werden, passend zum gesamten klinischen Bild.

Dieser Artikel befasst sich gezielt mit der perkutanen Hydrotomie bei Kniearthrose: wie die Behandlung wirkt, welche Ergebnisse in der klinischen Praxis beobachtet werden, was zu Knorpel und Gelenkstrukturen berichtet wurde, welche klinische Erfahrung über mehrere Jahrzehnte gewachsen ist und was die heutige wissenschaftliche Datenlage zeigt.

Was ist die perkutane Hydrotomie?

Die perkutane Hydrotomie ist eine lokale Injektionstechnik mit zahlreichen sehr oberflächlichen intradermalen oder subkutanen Injektionen.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Die perkutane Hydrotomie ist keine Injektion eines Produkts direkt in das Kniegelenk.

Verwendet wird eine Lösung auf Basis physiologischer Kochsalzlösung, die als Träger für Substanzen dienen kann, die je nach Protokoll und klinischer Situation ausgewählt werden.

Im Centre Algos wird die Behandlung individuell geplant. Behandeltes Areal, Protokoll, Anzahl der Sitzungen und verwendete Produkte richten sich nach dem klinischen Bild und der Sicherheitsbeurteilung.

Die Technik wird ausführlich auf der Behandlungsseite zur perkutanen Hydrotomie und im Artikel Was ist perkutane Hydrotomie? beschrieben.

Warum wird die perkutane Hydrotomie bei Kniearthrose eingesetzt?

Eine Kniearthrose betrifft mehr als den Knorpel allein. Veränderungen können Knorpel, subchondralen Knochen, Gelenkinnenhaut, Gelenkkapsel und umliegendes Gewebe erfassen, während Schmerzen und Funktionsverlust von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen.

Die perkutane Hydrotomie wird als lokoregionale Behandlung rund um die betroffene anatomische Region eingesetzt. Statt einer Injektion direkt in das Kniegelenk nutzt die Methode zahlreiche oberflächliche intradermale oder subkutane Injektionen gemäss Behandlungsprotokoll.

Das klinische Ziel ist nicht einfach die Veränderung eines Röntgenbildes. Wir suchen spürbare Verbesserungen von Schmerzen, Beweglichkeit, Funktion und der Fähigkeit, das Knie im Alltag zu nutzen. Die bei einzelnen Patienten in Verlaufskontrollen berichteten strukturellen Veränderungen sind ein zusätzliches und besonders interessantes Feld klinischer Beobachtung.

Jahrzehnte gewachsener klinischer Erfahrung

Die perkutane Hydrotomie wurde von Dr. Bernard Guez entwickelt und wird seit mehreren Jahrzehnten klinisch eingesetzt. Die Methode verbreitete sich anschliessend über seine eigene Praxis hinaus und wird von Ärztinnen, Ärzten und Pflegefachpersonen in Frankreich und international angewendet.

Die berufliche Biografie von Dr. Guez beschreibt mehr als 350'000 interventionelle allgemeinmedizinische Behandlungssitzungen bei unterschiedlichen Krankheitsbildern während annähernd 40 Jahren Praxistätigkeit. Diese Zahl bezieht sich auf Behandlungssitzungen in seiner gesamten interventionellen Praxis und nicht auf 350'000 einzelne Hydrotomiepatienten, sie verdeutlicht jedoch den Umfang des klinischen Umfelds, in dem die Methode entwickelt wurde.

Die internationale Fachgesellschaft für perkutane Hydrotomie berichtet, dass mehrere tausend Patientinnen und Patienten erfolgreich mit der Methode behandelt wurden und ihre Behandlung fortsetzen wollten. Die Fachgesellschaft hat zudem formelle Patientenbescheinigungen gesammelt, die Diagnosen, bisherige Behandlungen, klinische Ergebnisse und, sofern vorhanden, CT- oder MRT-Befunde vor und nach der Behandlung dokumentieren.

Die Kniearthrose war ausdrücklich Teil der klinischen Entwicklung der Methode. Zu den universitären Arbeiten gehört ein Vergleich aus dem Jahr 2009 zwischen konventioneller Mesotherapie und perkutaner Hydrotomie bei 20 Fällen von Gonarthrose sowie weitere Arbeiten zu Ansätzen mit starker Verdünnung bei Kniearthrose. Erfahrungen aus Spitälern und aus der Praxis haben dieses klinische Wissen ergänzt.

Welche Ergebnisse wurden mit der perkutanen Hydrotomie beobachtet?

Die klinische Erfahrung mit der perkutanen Hydrotomie bei Kniearthrose reicht über das Centre Algos hinaus. Anwenderinnen und Anwender der Technik berichten über deutliche Verbesserungen von Schmerzen, Beweglichkeit und Funktion bei Patienten mit Kniearthrose, auch bei Personen, deren Beschwerden trotz vorheriger Behandlungen fortbestanden.

Diese klinischen Beobachtungen sind einer der Gründe, weshalb die perkutane Hydrotomie in der Behandlung der Arthrose weiterhin eingesetzt und weiterentwickelt wird.

Welche Ergebnisse beobachten wir im Centre Algos?

Unsere Erfahrung im Centre Algos stimmt mit der breiteren klinischen Erfahrung überein, die von Anwendern der perkutanen Hydrotomie berichtet wird.

Wir haben bei Patienten mit Kniearthrose sehr gute Ergebnisse beobachtet, darunter eine deutliche Verringerung der Schmerzen, eine Verbesserung von Beweglichkeit und Funktion sowie die Rückkehr zu Aktivitäten, die aufgrund der Kniebeschwerden schwierig geworden waren.

Der Behandlungsverlauf wird fortlaufend beurteilt. Neben der Schmerzentwicklung betrachten wir konkrete Veränderungen beim Gehen, Treppensteigen, bei der Beweglichkeit, der Belastbarkeit und bei der Rückkehr zu Aktivitäten, die für die Person wichtig sind.

In einigen Fällen wurden auch besonders interessante Veränderungen in der Bildgebung im Verlauf beobachtet. Diese Beobachtungen tragen zum klinischen Interesse an möglichen strukturellen Wirkungen der perkutanen Hydrotomie bei.

Kann sich Knorpel durch perkutane Hydrotomie verbessern oder regenerieren?

Verbesserungen des Knorpels und anderer Gelenkstrukturen gehören zu den besonders interessanten Beobachtungen im Zusammenhang mit der perkutanen Hydrotomie bei Arthrose.

In der klinischen Praxis wurden bei Patienten, die wegen degenerativer Gelenkerkrankungen behandelt wurden, Veränderungen in Verlaufskontrollen berichtet oder beobachtet, darunter Befunde, die auf eine Verbesserung des Knorpels oder anderer Gelenkstrukturen hindeuten. Die internationale Fachgesellschaft für perkutane Hydrotomie hat zudem gezielt Patientenunterlagen gesammelt, die CT- oder MRT-Befunde vor und nach der Behandlung enthalten können.

Diese Beobachtungen sind klinisch bedeutsam, weil sie die Möglichkeit aufwerfen, dass die nach der Behandlung sichtbaren Wirkungen über eine reine Symptomlinderung hinausgehen. Sie sind auch ein Grund dafür, dass die möglichen regenerativen Wirkungen der perkutanen Hydrotomie ein wichtiges Feld klinischen Interesses bleiben.

Die formale kontrollierte Forschung hat bisher nicht geklärt, wie regelmässig diese strukturellen Veränderungen auftreten, wie ausgeprägt sie sind und bei welchen Patienten sie am ehesten zu erwarten sind. Grössere Studien mit standardisierter Bildgebung würden helfen, diese Fragen zu beantworten.

Angemessen ist deshalb, die klinischen und bildgebenden Beobachtungen ernst zu nehmen und weiter zu untersuchen, statt eine Knorpelregeneration als allgemein gesichert darzustellen oder die Beobachtungen zu verwerfen, weil die kontrollierte bildgebende Forschung noch im Aufbau ist.

Was sagt die wissenschaftliche Datenlage?

Was geschieht bei einer Kniearthrose?

Arthrose betrifft das gesamte Gelenk und ist nicht einfach ein Verschwinden von Knorpel.

Verändern können sich:

  • der Gelenkknorpel
  • der Knochen unter dem Knorpel
  • die Gelenkinnenhaut
  • die Gelenkkapsel
  • Bänder
  • die Muskulatur rund um das Knie
  • die Verteilung der Kräfte im Gelenk

Manche Menschen zeigen in der Bildgebung deutliche strukturelle Veränderungen bei vergleichsweise geringen Beschwerden. Andere haben starke Schmerzen und Einschränkungen bei weniger ausgeprägten radiologischen Befunden.

Deshalb sollte eine Behandlung nicht allein auf einem Röntgenbild beruhen.

Wichtig ist, wie stark das Knie schmerzt, welche Bewegungen eingeschränkt sind, wie sich die Beschwerden unter Belastung verhalten und wie stark sie den Alltag beeinflussen.

Mehr dazu finden Sie auf der Seite zur Arthrose und im Artikel Kniearthrose: Schmerzen verstehen.

Welchen Platz hat die Hydrotomie in der Behandlung?

Im Centre Algos ist die perkutane Hydrotomie eine der Behandlungen, die wir bei Kniearthrose einsetzen, und sie kann in einen individuellen konservativen Behandlungsplan integriert werden.

Ausgangspunkt ist das gesamte klinische Bild und nicht das Röntgenbild allein.

Erklärende GrafikWie ein konservativer Behandlungsplan entsteht
  1. Schritt 1: Kniearthrose diagnostiziert oder vermutet
  2. Schritt 2: Beurteilung von Beschwerden, Funktion, bisherigen Behandlungen und Zielen
  3. Schritt 3: Individueller Behandlungsplan: perkutane Hydrotomie, Bewegung, Aufklärung, Belastungssteuerung, Gewichtsmanagement wenn relevant und angemessene medizinische Behandlung
  4. Schritt 4: Erneute Beurteilung von Behandlungsansprechen und Funktion
  5. Schritt 5: Anpassung des Plans an Verlauf, Beschwerden und Ziele

Die perkutane Hydrotomie ist ein Bestandteil des Plans, weder ein automatischer Schritt noch ein letztes Mittel.

Die Hydrotomie steht damit nicht am Ende einer Reihenfolge, nachdem alle anderen konservativen Massnahmen erfolglos geblieben sind. Sie wird neben den übrigen Bestandteilen des Plans eingesetzt, und der Plan selbst bleibt individuell.

Worin unterscheidet sie sich von einer Kortisoninfiltration?

Die beiden Verfahren sind grundsätzlich verschieden.

Bei einer intraartikulären Kortikosteroidinfiltration wird ein Kortikosteroid direkt in das Gelenk eingebracht.

Die perkutane Hydrotomie erfolgt oberflächlich intradermal oder subkutan rund um die betroffene Region und nicht als Injektion in den Gelenkspalt.

Kortikosteroidinfiltrationen wurden bei Kniearthrose umfangreich untersucht. Sie können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten kurzfristig Beschwerden lindern, wobei die Wirkung mit der Zeit nachlässt. Eine Beurteilung des Bundesamtes für Gesundheit zeigte eine Schmerzverbesserung nach etwa einem Monat, nach drei Monaten jedoch keinen bedeutsamen Unterschied gegenüber Placebo oder keiner Behandlung.

Das macht ein Verfahren nicht einfach besser als das andere. Es handelt sich um unterschiedliche Ansätze mit unterschiedlicher Datenlage, unterschiedlichen Indikationen und unterschiedlichen klinischen Überlegungen.

Endet eine Kniearthrose immer mit einer Operation?

Nein.

Ein Kniegelenkersatz kann bei fortgeschrittener, symptomatischer Arthrose eine wirksame Behandlung sein, wenn Schmerzen und Funktionseinschränkung trotz angemessener konservativer Behandlung nicht akzeptabel bleiben. Das Vorliegen einer Arthrose bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Prothese erforderlich ist, und viele Menschen werden über lange Zeit ohne Operation behandelt.

Ob eine bestimmte Person später eine Knieprothese benötigt, hängt unter anderem von Beschwerdeintensität, Funktion, Verlauf, allgemeinem Gesundheitszustand, Ansprechen auf die Behandlung und persönlichen Präferenzen ab. Wir stellen die Hydrotomie deshalb nicht als sicheren Weg dar, eine Knieprothese zu verhindern oder dauerhaft hinauszuzögern. Ihr Zweck ist die Verbesserung der aktuellen Schmerzen, Beweglichkeit und Funktion im Rahmen des Behandlungsplans.

Bleiben Beschwerden und Einschränkungen trotz angemessener konservativer Behandlung ausgeprägt, bleibt die orthopädische Beurteilung wichtig.

Welche weiteren Behandlungen können begleitend eingesetzt werden?

Die Hydrotomie steht neben den anderen Bestandteilen der Behandlung bei Kniearthrose und ersetzt sie nicht. Die Seite zur Arthrose bietet die vollständige Übersicht, hier das Wichtigste in Kürze.

  • Bewegung. Individuell angepasste therapeutische Bewegung gehört zu den am besten belegten Behandlungen der Kniearthrose: Kräftigung von Quadrizeps, Hüfte und unterer Extremität, Ausdauertraining, Mobilitätsarbeit, Gleichgewicht wenn relevant und eine schrittweise Steigerung der Geh- und Belastungstoleranz. Ein gewisses Unbehagen zu Beginn eines Programms bedeutet nicht, dass das Gelenk geschädigt wird.
  • Aktivität und Belastungssteuerung. Lange Phasen der Inaktivität vermindern Kraft und Leistungsfähigkeit. Ziel ist ein gut verträgliches Aktivitätsniveau, von dem aus aufgebaut wird.
  • Gewichtsmanagement. Bei Übergewicht oder Adipositas kann eine Gewichtsreduktion Schmerzen und Funktion verbessern. Das betrifft nicht alle Patientinnen und Patienten in gleicher Weise.
  • Medizinische Behandlungen. Medikamente und weitere medizinische Behandlungen werden je nach Beschwerden, Vorgeschichte und Gegenanzeigen erwogen. Das Centre Algos fordert niemanden auf, verordnete Medikamente abzusetzen; Änderungen gehören in die Hand der verschreibenden Ärztin oder des verschreibenden Arztes.
  • Breitere Abklärung, wenn klinisch relevant. Die meisten Menschen benötigen keine umfangreiche funktionelle Labordiagnostik, nur weil eine Arthrose vorliegt. Sinnvoll wird sie, wenn zusätzlich anhaltende Erschöpfung, der Verdacht auf einen Nährstoffmangel, Stoffwechselfragen oder eine schlechte Erholung bestehen. Siehe Funktionelle Biologie und Mikronährstofftherapie.

Für wen kommt die perkutane Hydrotomie infrage?

Die Hydrotomie kann bei Menschen mit Kniearthrose eingesetzt werden, wenn Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit oder Funktionseinschränkungen zum klinischen Bild gehören und die Behandlung in den individuellen Plan passt.

Relevante Fragen sind unter anderem:

  • Kommen die Schmerzen überwiegend aus dem Knie?
  • Passt das klinische Bild zur bekannten Diagnose?
  • Wie stark schränkt die Arthrose Gehen, Treppen oder andere Aktivitäten ein?
  • Welche Behandlung läuft bereits?
  • Sind geeignetes Krafttraining oder eine Rehabilitation Teil des Plans?
  • Was wurde bereits versucht, und wie hat die Person darauf angesprochen?
  • Gibt es medizinische Gründe, die für oder gegen ein anderes Vorgehen sprechen?
  • Was ist das Ziel der Patientin oder des Patienten?
  • Ist eine weitere medizinische oder orthopädische Abklärung nötig?

Eine radiologisch sichtbare Arthrose allein beantwortet diese Fragen nicht, weshalb die Beurteilung individuell erfolgt.

Wann sollten Knieschmerzen ärztlich neu beurteilt werden?

Wie läuft eine Konsultation im Centre Algos ab?

Wir besprechen:

  • Ihre Kniebeschwerden
  • wie lange sie bestehen
  • welche Aktivitäten eingeschränkt sind
  • vorhandene Röntgenbilder, MRI oder Facharztberichte
  • frühere Physiotherapie oder Bewegungsprogramme
  • frühere Infiltrationen oder Eingriffe
  • Ihre Medikamente
  • das bisherige Ansprechen auf Behandlungen
  • relevante Erkrankungen
  • Ihr aktuelles Aktivitätsniveau
  • was Sie wieder tun möchten

Anschliessend besprechen wir den Behandlungsplan für Ihre Situation und welchen Platz die perkutane Hydrotomie darin hat. Ist sie Teil des Plans, erklären wir das vorgeschlagene Vorgehen vor Behandlungsbeginn.

Häufige Fragen

Ist die perkutane Hydrotomie eine Behandlung bei Kniearthrose?

Ja. Im Centre Algos gehört sie fest zu unserem Vorgehen bei Kniearthrose und wird in einen individuellen Behandlungsplan eingebunden, neben Bewegung, Aufklärung, Belastungssteuerung, Gewichtsmanagement wenn relevant und angemessener medizinischer Behandlung.

Wird die Hydrotomie in das Kniegelenk injiziert?

Nein. Die perkutane Hydrotomie nutzt oberflächliche intradermale oder subkutane Injektionen. Sie unterscheidet sich von einer intraartikulären Injektion.

Ist das dasselbe wie eine Kortisoninfiltration?

Nein. Kortikosteroidinfiltrationen erfolgen intraartikulär und verwenden ein Kortikosteroid. Die perkutane Hydrotomie ist eine andere Technik mit anderem Applikationsweg und anderer Datenlage.

Kann sich Knorpel durch die Hydrotomie verbessern?

Bei mit perkutaner Hydrotomie behandelten Patienten wurden strukturelle Veränderungen berichtet oder beobachtet, darunter Verlaufsbilder, die auf eine Verbesserung des Knorpels oder anderer Gelenkstrukturen hindeuten. Diese Beobachtungen sind ein Grund dafür, dass die möglichen strukturellen Wirkungen der Methode ein wichtiges Feld klinischen Interesses bleiben. Wie regelmässig sie auftreten, muss in grösseren Studien mit standardisierter Bildgebung geklärt werden.

Kann die Hydrotomie mit Bewegung kombiniert werden?

Ja. Die Hydrotomie wird neben Bewegung, Belastungssteuerung und den weiteren relevanten Bestandteilen der Behandlung eingesetzt.

Kann eine Kniearthrose ohne Operation behandelt werden?

Häufig ja. Viele Menschen werden über lange Zeit ohne Operation behandelt. Eine Operation wird relevant, wenn Beschwerden und Funktionseinschränkung dies trotz angemessener nicht operativer Behandlung rechtfertigen.

Welche Daten gibt es zur Hydrotomie bei Kniearthrose?

Die perkutane Hydrotomie stützt sich auf mehrere Jahrzehnte gewachsener klinischer Erfahrung, darunter universitäre Arbeiten speziell zur Gonarthrose, Erfahrungen aus Praxis und Spital sowie mehrere tausend erfolgreich behandelte Patientinnen und Patienten, über die die Fachgesellschaft berichtet. Verwandte Forschung zur Mesotherapie in starker Verdünnung liefert zusätzliche klinische Daten, während die breitere Mesotherapieliteratur randomisierte kontrollierte Studien bei muskuloskelettalen Schmerzen und bei Kniearthrose umfasst. Diese randomisierten Mesotherapiestudien sind für den lokoregionalen Ansatz insgesamt relevant, sie sind jedoch keine direkten Studien zur perkutanen Hydrotomie selbst.

Woran erkenne ich, ob meine Knieschmerzen wirklich von der Arthrose kommen?

Die Diagnose beruht auf Beschwerden, klinischer Untersuchung und, wenn sinnvoll, Bildgebung. Der in der Bildgebung sichtbare Schweregrad entspricht nicht immer der Schmerzintensität.

Brauche ich vor einer Hydrotomie ein neues MRI?

Nicht automatisch. Vorhandene Bildgebung kann ausreichen, und manche Personen benötigen kein MRI. Eine weitere Bildgebung ist sinnvoll, wenn sie eine konkrete klinische Frage beantwortet.

Kann ich die Physiotherapie während der Hydrotomie fortsetzen?

In vielen Situationen ja. Die Hydrotomie ergänzt eine geeignete Rehabilitation, statt sie zu ersetzen.

Und wenn die Hydrotomie nicht hilft?

Das Ansprechen wird im Verlauf fortlaufend beurteilt, und der Plan wird angepasst, wenn der erwartete klinische Fortschritt ausbleibt.

Wann sollte ich eine orthopädische Fachperson aufsuchen?

Eine orthopädische Beurteilung wird besonders relevant, wenn Schmerzen und Funktionseinschränkung trotz angemessener konservativer Behandlung stark bleiben, wenn die Diagnose unklar ist oder wenn operative Optionen besprochen werden sollen.

Quellen und weiterführende Informationen

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Schränkt Sie Ihre Kniearthrose trotz bisheriger Behandlungen weiterhin ein?

Im Centre Algos in Freiburg besprechen wir Ihre Beschwerden, vorhandene Untersuchungen und bisherige Behandlungen und klären, welchen Platz die perkutane Hydrotomie und die weiteren Bestandteile des Behandlungsplans in Ihrer Situation haben.

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