Was ist ein Bandscheibenvorfall?
Zwischen den Wirbeln federn weiche Bandscheiben die Bewegungen der Wirbelsäule ab. Laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS spricht man von einem Bandscheibenvorfall, wenn ein Teil der Bandscheibe nach aussen vorwölbt; schmerzhaft wird er, wenn er auf einen Nerv drückt.
Im unteren Rücken kann ein lumbaler Bandscheibenvorfall eine Wurzel des Ischiasnervs reizen: Er ist eine der Ursachen von Ischias. Ärztinnen und Ärzte benennen den Vorfall nach den Wirbeln rund um die Bandscheibe: Ein Vorfall L5-S1 betrifft zum Beispiel die Bandscheibe zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein (dem dreieckigen Knochen am unteren Ende der Wirbelsäule). Welcher Teil des Beins schmerzt, hängt vom gereizten Nerv ab. An der Halswirbelsäule kann ein Bandscheibenvorfall Schmerzen verursachen, die in den Arm ausstrahlen.
Der NHS weist darauf hin, dass nicht jeder Bandscheibenvorfall Beschwerden macht, und die Rheumaliga Schweiz erinnert daran, dass ein im Bild sichtbarer Vorfall nicht zwingend mit den Schmerzen zusammenhängt. Um die Begriffe in einem Befund zu verstehen, lesen Sie MRT der Lendenwirbelsäule: Bandscheibenbefund.

