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Beschwerden

Autoimmunerkrankungen und chronische Entzündungen: ein integrativer Ansatz

Mit einer Autoimmunerkrankung oder chronischen Entzündung leben und dennoch durch Müdigkeit, Schmerzen oder Verdauung eingeschränkt sein. Im Centre Algos in Freiburg beurteilen wir die ernährungsbezogenen, biologischen, verdauungsbezogenen und lebensstilbezogenen Faktoren, die offen bleiben.

Autoimmunerkrankungen entstehen durch eine unangemessene Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe. Chronische Entzündung ist ein breiterer Vorgang, der dabei auftreten kann, aber nicht dasselbe ist. Auch bei guter fachärztlicher Betreuung können Müdigkeit, Schmerzen, Mangelzustände oder Verdauungsbeschwerden bestehen bleiben.

Person mit Schmerzen infolge einer Autoimmunerkrankung

Im Centre Algos gehen wir von der Diagnose und der laufenden Behandlung aus und prüfen anschliessend die offenen ernährungsbezogenen, biologischen, verdauungsbezogenen und lebensstilbezogenen Fragen. Funktionelle Biologie und Mikronährstofftherapie, Naturheilkunde und Phytotherapie bilden dabei unsere Schwerpunkte.

Autoimmunerkrankung und chronische Entzündung sind nicht dasselbe

Autoimmunerkrankungen sind eine sehr heterogene Gruppe von Krankheiten, bei denen das Immunsystem unangemessen gegen körpereigenes Gewebe reagiert. Die Diagnose beruht auf klinischen Befunden, Laborwerten und teilweise Bildgebung und wird ärztlich oder fachärztlich gestellt.

Chronische Entzündung ist ein breiterer biologischer Vorgang. Sie kann bei einer Autoimmunerkrankung vorkommen, tritt aber ebenso in vielen anderen medizinischen Zusammenhängen auf: bei Infektionen, bei Stoffwechselerkrankungen, bei Darmerkrankungen, nach Gewebeschädigungen oder vorübergehend.

Entzündung ist deshalb keine Diagnose. Ein erhöhter Wert wie CRP oder die Blutsenkung zeigt, dass eine Abklärung sinnvoll ist, nicht dass eine Autoimmunerkrankung vorliegt.

Umgekehrt gilt dasselbe: Müdigkeit, Schmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Konzentrationsprobleme bedeuten nicht automatisch, dass eine chronische Entzündung dahintersteckt.

Welche Beschwerden können auftreten?

Diese Erkrankungen auf geschwollene Gelenke zu reduzieren, wird dem Alltag der Betroffenen nicht gerecht. Je nach Erkrankung und individueller Situation gehören dazu:

  • ausgeprägte Müdigkeit oder erschwerte Erholung
  • anhaltende oder wechselnde Schmerzen
  • Steifigkeit, besonders am Morgen
  • Gelenk- und Muskelbeschwerden
  • verminderte körperliche Belastbarkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • wiederkehrende entzündliche Schübe
  • Hautveränderungen
  • starke Schwankungen der Energie von Tag zu Tag
  • Konzentrationsprobleme oder Brain Fog
  • Ernährungsprobleme oder Mangelzustände

Diese Beschwerden sind unspezifisch. Ihre Bedeutung hängt von der Diagnose, der laufenden Behandlung und dem klinischen Gesamtbild ab. Anhaltende Müdigkeit etwa kann mit der Krankheitsaktivität zusammenhängen, ebenso aber mit Ernährungsfaktoren, mit dem Schlaf oder mit einer anderen Erkrankung.

Erkrankungen, die viele Systeme betreffen können

Autoimmune und chronisch entzündliche Erkrankungen betreffen sehr unterschiedliche Organe: Gelenke, Darm, Haut, Schilddrüse, Nervensystem, Bindegewebe.

Beispielhaft dazu gehören:

  • Multiple Sklerose
  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • rheumatoide Arthritis
  • axiale Spondyloarthritis, einschliesslich Morbus Bechterew
  • Psoriasis und Psoriasis-Arthritis
  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • Zöliakie
  • Lupus
  • weitere autoimmune oder chronisch entzündliche Erkrankungen

Jede dieser Erkrankungen hat ihre eigene fachärztliche Betreuung und ihre eigenen Therapien. Diese Seite beschreibt sie nicht einzeln, sondern zeigt, was das Centre Algos ergänzend abklären und begleiten kann.

Warum Beschwerden bestehen bleiben können

Viele Menschen mit einer Autoimmunerkrankung sind bezüglich Krankheitsaktivität gut eingestellt und im Alltag trotzdem eingeschränkt. Dazu können mehrere Faktoren gleichzeitig beitragen:

  • verbleibende Aktivität der Grunderkrankung
  • anhaltende Schmerzmechanismen
  • Mangelzustände oder unzureichende Nährstoffversorgung
  • tiefer Eisenstatus oder Anämie
  • Vitamin-B12- oder Folsäurestatus, wenn klinisch relevant
  • Vitamin-D-Status, wenn klinisch relevant
  • eingeschränkte Ernährung, bewusst oder wegen Unverträglichkeiten
  • Malabsorption bei bestimmten Darmerkrankungen
  • Wirkungen von Medikamenten
  • Verdauungsbeschwerden
  • schlechte Schlafqualität
  • Stress und zu wenig Erholung
  • reduzierte körperliche Aktivität und Dekonditionierung
  • andere Erkrankungen ohne Bezug zur Autoimmunerkrankung

Kein einzelner Faktor erklärt alles. Ziel ist es herauszufinden, was bei dieser Person tatsächlich Energie, Schmerzen, Verdauung, Ernährungszustand oder Erholungsfähigkeit beeinflusst, und diese Faktoren gezielt anzugehen, wenn dies sinnvoll ist.

Über die Diagnose hinaus: der Ansatz des Centre Algos

Die Diagnose sagt, welche Krankheit vorliegt. Sie beantwortet nicht immer alle Fragen einer Person, die weiterhin müde ist, schlecht versorgt ist, durch Schmerzen eingeschränkt bleibt oder Verdauungsprobleme hat.

Unsere Arbeit beginnt deshalb bei den vorhandenen Unterlagen: Diagnose, fachärztliche Betreuung, Medikamente, bereits erfolgte Untersuchungen. Wir bauen die Beurteilung darauf auf und nicht daneben.

Der Ablauf ist klar: Diagnose und laufende Behandlung verstehen, die im Vordergrund stehenden Beschwerden festhalten, Ernährung, Verdauung, Lebensstil und vorhandene Laborwerte prüfen, bei einer konkreten Frage gezielt abklären, einen individuellen Plan entwickeln und danach neu beurteilen.

Funktionelle Biologie und Mikronährstofftherapie

Die funktionelle Biologie und Mikronährstofftherapie ist in diesem Bereich einer der wichtigsten Schwerpunkte unserer Praxis. Der Unterschied zu einer breiten Supplementierung liegt im Vorgehen: abklären, wo es sinnvoll ist, im klinischen Kontext interpretieren, gezielt behandeln und anschliessend neu beurteilen.

Je nach Diagnose, Beschwerden, Medikation, Ernährung, Verdauung und bereits vorliegenden Resultaten kann eine ernährungsbezogene und biologische Abklärung klinisch relevante Mängel, Unterversorgungen oder Ungleichgewichte sichtbar machen. Häufige Fragen betreffen den Eisenstatus, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, einzelne Mineralstoffe und den allgemeinen Ernährungszustand.

Ein standardisiertes Autoimmunprofil ist das ausdrücklich nicht. Welche Werte sinnvoll sind, ergibt sich aus der Person, ihrer Erkrankung und ihrer Behandlung.

Wenn sich eine Frage stellt, die über die Routineuntersuchungen hinausgeht, können wir zusätzliche Blutuntersuchungen und bei Bedarf Stuhluntersuchungen veranlassen oder verordnen.

Eine zusätzliche Untersuchung ist nur dann sinnvoll, wenn sie eine klinische Frage beantwortet und die Strategie beeinflussen kann. Mehr ungezielte Tests verbessern die Behandlung nicht.

Ernährung: individuell statt nach Protokoll

Eine wissenschaftlich belegte, allgemeingültige Autoimmundiät gibt es nicht. Der Bedarf unterscheidet sich deutlich je nach Diagnose, Beschwerden, Medikation, Verdauungsfunktion, Ernährungszustand, Laborwerten, Verträglichkeit, Lebensstil und Energiebedarf.

Unser Ziel ist eine ausreichende, alltagstaugliche und individuell passende Ernährung. Manchmal bedeutet das eher ergänzen als weglassen, besonders wenn bereits ein Ernährungsrisiko, ein Gewichtsverlust oder eine durch viele Verzichte verarmte Ernährung besteht.

Weglassen empfehlen wir nur bei einem klaren klinischen Grund, etwa bei diagnostizierter Zöliakie oder einer dokumentierten Unverträglichkeit, und wir begleiten diese Umstellung, damit keine Lücken entstehen.

Verdauung, wenn sie klinisch relevant ist

Der Verdauungstrakt spielt in bestimmten Situationen eine echte Rolle: bei ausgeprägten Verdauungsbeschwerden, bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, bei Malabsorption, bei eingeschränkter Ernährung, bei ungeklärten Mangelzuständen oder nach Operationen im Bauchraum.

In solchen Fällen kann eine gezielte Stuhluntersuchung nützlich sein, sofern zuvor eine konkrete Frage formuliert wurde.

Der Darm ist jedoch nicht die universelle Erklärung für Autoimmunerkrankungen. Die Mikrobiomforschung ist aktiv und interessant, erlaubt aber derzeit weder eine Diagnose von Autoimmunität noch daraus abgeleitete Therapien. Wir schauen auf die Verdauung, wenn die Krankengeschichte es nahelegt, nicht grundsätzlich.

Naturheilkunde

Die Naturheilkunde dient hier als individueller klinischer Rahmen. Sie erlaubt uns, Vorgeschichte, Diagnose, laufende Medikation, Ernährung, Verdauung, Schlaf, Stress, Erholung, körperliche Aktivität, vorhandene Laborwerte und die persönlichen Prioritäten in einem Plan zusammenzuführen.

Wilfried Beijersbergen bringt dafür eine doppelte Erfahrung mit, aus der Spitalpflege und aus der Naturheilkunde, was den Umgang mit einem bereits bestehenden medizinischen Dossier erleichtert.

Die Begleitung bleibt konkret: Tagesstruktur, Umgang mit Belastung und Erholung, Regelmässigkeit der Mahlzeiten, Schlafqualität, schrittweiser Aufbau der Aktivität und Verlaufsbeobachtung der Beschwerden.

Phytotherapie

Phytotherapie kann gezielt erwogen werden, abhängig von den Beschwerden, dem klinischen Kontext, der laufenden Medikation, Kontraindikationen und möglichen Wechselwirkungen.

Diese Sorgfalt ist hier besonders wichtig, da viele Betroffene immunmodulierende oder immunsuppressive Medikamente einnehmen. Einzelne Pflanzen beeinflussen den Arzneimittelstoffwechsel in der Leber und können die Wirkung eines Medikaments verändern.

Wir schlagen deshalb nie eine Pflanze vor, weil ihr eine Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt wird. Ausgangspunkt ist ein konkretes Symptom, danach prüfen wir die Verträglichkeit mit der laufenden Therapie und beurteilen das Ergebnis.

Schmerzen bei entzündlichen Erkrankungen

Schmerzen bei einer Autoimmunerkrankung spiegeln nicht immer eine aktive Entzündung. Je nach Erkrankung und Situation können aktive Entzündung, strukturelle Veränderungen, mechanische und muskuläre Faktoren, Folgen früherer Gewebeschäden, nervenbezogene Mechanismen oder eine veränderte Schmerzverarbeitung zusammenwirken.

Das hat praktische Folgen. Wenn die Erkrankung als stabil gilt und die Schmerzen bleiben, ist eine weitere entzündungshemmende Massnahme nicht zwingend die Antwort. Sinnvoll ist dann eher ein Vorgehen wie bei anhaltenden Schmerzen oder bei Gelenk- und Muskelbeschwerden.

Weitere Behandlungen des Centre Algos, wenn sie passen

Besteht zusätzlich eine klar umschriebene muskuloskelettale, regionale oder nervenbezogene Schmerzproblematik, kann die perkutane Hydrotomie für genau dieses Beschwerdebild besprochen werden.

Sie richtet sich dann an ein lokalisiertes Schmerzproblem und nicht an die Autoimmunerkrankung selbst. Diese beiden Behandlungsziele sind verschieden, und wir stellen sie auch so dar.

Weitere manuelle oder reflektorische Verfahren können punktuell erwogen werden, je nach Verträglichkeit, Lokalisation der Beschwerden und laufender Behandlung.

Wie läuft eine Konsultation ab?

Die erste Konsultation nimmt sich Zeit, um die Situation als Ganzes zu erfassen. Je nach Person umfasst sie:

  • Durchsicht von Diagnose und fachärztlicher Vorgeschichte
  • laufende Behandlungen und Medikamente
  • Hauptbeschwerden und persönliche Prioritäten
  • Ernährung und tatsächliche Zufuhr
  • Verdauungsgesundheit
  • Schlaf und Erholung
  • Stress und Lebensstil
  • körperliche Aktivität und Belastbarkeit
  • Beurteilung vorhandener Laborwerte
  • Festhalten offener klinischer Fragen
  • gezielte zusätzliche Untersuchungen, wenn angezeigt
  • eine individuelle Strategie und ein Zeitpunkt zur Neubeurteilung

Wir erklären, was klinisch plausibel erscheint, was unsicher bleibt und was in die fachärztliche Betreuung gehört. Basistherapien werden nie ohne die verordnende Ärztin oder den verordnenden Arzt verändert.

Wann eine ärztliche Abklärung wichtig ist

Bestimmte Situationen brauchen zeitnah eine ärztliche Beurteilung statt einer ergänzenden Begleitung:

  • neue oder rasch fortschreitende neurologische Ausfälle
  • unerklärtes Fieber oder deutlich reduzierter Allgemeinzustand
  • deutlicher, ungewollter Gewichtsverlust
  • starke oder rasch zunehmende Bauchbeschwerden
  • Blutungen aus dem Verdauungstrakt
  • ein schmerzhaftes rotes Auge oder eine akute Sehstörung
  • ausgeprägte neue Gelenkschwellung mit Krankheitsgefühl
  • neue Beschwerden, die auf eine Organbeteiligung hinweisen
  • andere rasch fortschreitende oder ungeklärte Symptome

Diese Anzeichen helfen zu erkennen, wann eine zeitnahe ärztliche Beurteilung der richtige nächste Schritt ist.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Autoimmunerkrankung und chronischer Entzündung?
Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe, und es liegt eine ärztliche Diagnose vor. Chronische Entzündung ist ein breiterer biologischer Vorgang, der in vielen medizinischen Situationen auftritt. Beides kann zusammen bestehen, ist aber nicht dasselbe.
Bedeutet eine chronische Entzündung, dass ich eine Autoimmunerkrankung habe?
Nein. Ein erhöhtes CRP oder eine erhöhte Blutsenkung zeigt, dass eine Abklärung sinnvoll ist, benennt aber keine Ursache. Infektionen, Stoffwechselerkrankungen, Darmerkrankungen oder Gewebeschäden können dieselben Werte verursachen. Entscheidend ist das klinische Gesamtbild.
Kann Ernährung eine Autoimmunerkrankung beeinflussen?
Ernährung beeinflusst Nährstoffversorgung, Energie, Verdauung und die allgemeine Gesundheit, und bei einzelnen Erkrankungen wie der Zöliakie ist sie zentral. Daraus folgt nicht, dass eine bestimmte Diät die Aktivität einer Autoimmunerkrankung steuert.
Gibt es eine spezielle Diät bei Autoimmunerkrankungen?
Eine allgemein gültige, wissenschaftlich belegte Autoimmundiät gibt es nicht. Der Bedarf hängt von Erkrankung, Beschwerden, Medikation, Verdauung und Ernährungszustand ab. Wir entwickeln eine passende Strategie statt ein standardisiertes Verzichtsprotokoll.
Können Mikronährstoffmängel zu Müdigkeit beitragen?
Ja, in bestimmten Situationen. Ein tiefer Eisenstatus, ein Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, eine unzureichende Zufuhr oder eine Malabsorption können die Energie beeinträchtigen. Müdigkeit bleibt jedoch vielschichtig, und die Abklärung endet nicht bei diesen Werten.
Welche Vitamine und Mineralstoffe lohnt es sich zu kontrollieren?
Das hängt von Diagnose, Ernährung, Verdauung und Medikation ab. Häufige Fragen betreffen Eisen, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D und einzelne Mineralstoffe. Wir wählen die Werte nach der Situation aus, nicht nach einer festen Liste.
Ist Vitamin D bei Autoimmunerkrankungen wichtig?
Der Vitamin-D-Status ist klinisch relevant, insbesondere bei geringer Zufuhr, wenig Sonnenlicht, Malabsorption oder einem erhöhten Risiko für einen Mangel. Wir beurteilen ihn, wenn die klinische Situation dies nahelegt, und korrigieren einen Mangel oder eine unzureichende Versorgung passend zum individuellen Kontext.
Kann das Centre Algos zusätzliche Blutuntersuchungen veranlassen?
Ja. Wir können über die Routineuntersuchungen hinaus Blut- und bei Bedarf Stuhluntersuchungen veranlassen oder verordnen, wenn sich eine konkrete Frage stellt, deren Antwort die Strategie verändern kann.
Sind Stuhluntersuchungen bei Autoimmunerkrankungen sinnvoll?
Sie können es sein, wenn eine echte Frage zum Verdauungstrakt besteht: ausgeprägte Beschwerden, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Verdacht auf Malabsorption, ungeklärte Mangelzustände. Zur Diagnose einer Autoimmunerkrankung eignen sie sich nicht.
Hängt die Darmgesundheit mit Autoimmunerkrankungen zusammen?
Die Forschung zeigt Zusammenhänge zwischen Darm und Immunsystem, doch der Darm ist nicht die universelle Ursache von Autoimmunerkrankungen, und kein Mikrobiomtest belegt dies im Einzelfall. Wir schauen auf die Verdauung, wenn die Krankengeschichte darauf hinweist.
Ist Phytotherapie mit immunsuppressiven Medikamenten vereinbar?
Das muss im Einzelfall geprüft werden. Einzelne Pflanzen beeinflussen den Arzneimittelstoffwechsel und damit die Wirkung von Medikamenten. Wir prüfen die laufende Therapie vor jedem Vorschlag und verzichten, wenn das Wechselwirkungsrisiko nicht vertretbar ist.
Ist Naturheilkunde sinnvoll, wenn ich bereits fachärztlich betreut werde?
Ja, weil andere Fragen bearbeitet werden. Die fachärztliche Betreuung führt Diagnose und Basistherapie. Wir arbeiten an ernährungsbezogenen, verdauungsbezogenen, biologischen und lebensstilbezogenen Aspekten, die den Alltag prägen, abgestimmt auf diese Behandlung.
Warum bin ich müde, obwohl meine Erkrankung als stabil gilt?
Eine stabile Krankheitsaktivität schliesst anhaltende Müdigkeit nicht aus. Schlaf, Eisenstatus, Ernährung, Schmerzen, Medikamente, Dekonditionierung oder eine weitere Erkrankung können mitspielen. Genau das versuchen wir zu klären.
Warum bleiben Schmerzen, obwohl die Entzündung kontrolliert ist?
Weil Schmerz nicht nur von aktiver Entzündung abhängt. Strukturelle Veränderungen, mechanische oder muskuläre Faktoren, eine nervenbezogene Komponente oder eine veränderte Schmerzverarbeitung können Beschwerden aufrechterhalten und brauchen ein anderes Vorgehen.

Medizinische Quellen und weiterführende Informationen

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